Was ist Flamenco?

Was ist FlamencoFlamenco, diese uns exotisch anmutende Kunstform aus Andalusien, entstand aus verschiedenen Kulturen, die uns Mitteleuropäern weniger vertraut sind. Die Moros (Mauren, Araber) hinterließen durch ihre 700 jährige Herrschaft über Spanien, deutliche Spuren. Die Gitanos (Zigeuner) brachten sowohl aus ihrer Heimat Indien als auch von den vielen Ländern, die sie auf ihrer langen Wanderung durchquerten, entscheidende Elemente in den Flamenco ein. Zuletzt floss noch die südamerikanische Musik, von den spanischen Konquistadoren mitgebracht, in diesen Kultur-Schmelztiegel.
Flamenco fremdartig und dennoch faszinierend, weil er stets fundamentale Lebensgefühle, wie Freude, Schmerz, Liebe, Verzweiflung, Sehnsucht und Einsamkeit ausdrückt, wovon wir unmittelbar im Inneren angesprochen sind.
Flamenco ist wohl die elementarste Musizier- und Tanzform, die so stark auf dem Fundament des Sich-Nachhörens durch den Interpreten ruht.
Flamencotanz, das ist Ausdrucks-Tanz auf hohem Niveau, und gehört in die Kategorie des Solo-Tanzes und nicht in die des Volkstanzes, auch wenn selbst in Spanien überall in den Flamenco-Schulen die Anfänger zunächst die Sevillanas erlernen, die eindeutig ein Volkstanz aus Sevilla sind, die aber im zu koordinierenden Bewegungsablauf sowie der Körperhaltung den Schüler / die Schülerin bereits gut für das Erlernen des Flamencotanzes vorbereiten.
Volkstanz hat jeweils eine bestimmte Musikform als Grundlage mit einem eindeutig festgelegten und dieser Musik zugehörigen Bewegungsablauf und Schritt-Muster, einem sog. Choreografie-Schema oder -Musterbild, in dessen Regeln (genaue Schrittzahl, Kreis- oder Sternanordnung) alle Tänzer, Tänzerinnen sich gleich bewegen.

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